{"id":1108,"date":"2020-03-03T18:05:00","date_gmt":"2020-03-03T17:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/euroconsum.eu\/?p=1108"},"modified":"2023-04-09T08:03:11","modified_gmt":"2023-04-09T06:03:11","slug":"archiv-glutenintoleranz-alles-getue","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/2020\/03\/03\/archiv-glutenintoleranz-alles-getue\/","title":{"rendered":"Glutenintoleranz&#8230; alles Getue?"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/euroconsum.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Bild_2022-03-12_000157.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1651\" width=\"610\" height=\"406\"\/><figcaption>Bild: Shutter_Lover, CC BY 2.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hype oder Substanz? Was ist wirklich dran an \u201cglutenfrei\u201d? Nahrungsmittelallergien betreffen etwa doppelt so h\u00e4ufig Frauen wie M\u00e4nner. Trifft das auf Gluten auch zu? Ist Glutenunvertr\u00e4glichkeit weiblich und sich dar\u00fcber zu am\u00fcsieren m\u00e4nnlich? In einem&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.medical-tribune.de\/meinung-und-dialog\/artikel\/gluten-unvertraeglichkeit-nimmt-zunbspnur-ein-hype\/\" target=\"_blank\">Praxisbericht, ver\u00f6ffentlicht in der Medical Tribune<\/a>, teilte vor einiger Zeit Dr. Tauber-Bachmann ihre Ansichten und Erfahrungen zu diesem Thema. Wir wurden h\u00e4ufig dazu angefragt und sind dem Thema wissenschaftlich nachgegangen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"ersteinmal-m\u00fcssen-wir-\u00fcber-z\u00f6liakie-sprechen\">Erst einmal m\u00fcssen wir \u00fcber Z\u00f6liakie sprechen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Z\u00f6likie (ICD10: K90.0) ist eine durch Glutenunvertr\u00e4glichkeit verursachte Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, die sowohl Merkmale einer Allergie als auch einer Autoimmunerkrankung aufweist. Sie ist besonders durch eine chronische Entz\u00fcndung der D\u00fcnndarm\u00adschleimhaut aufgrund einer \u00dcberempfindlichkeit gegen Bestandteile von Gluten, dem vor allem in K\u00f6rnern (Samen) vieler Getreidesorten vorkommenden Klebereiwei\u00df, charakterisiert (Wikipedia).<\/p>\n\n\n\n<p>Zur H\u00e4ufigkeit der Z\u00f6liakie gibt es stark schwankende Angaben: Studien gehen mehrheitlich von einer&nbsp;<strong>H\u00e4ufigkeit von unter 1%<\/strong><sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:1\">1<\/a><\/sup>&nbsp;(1 von 100 Personen) der Bev\u00f6lkerung in den USA und Europa aus. In deutschen Publikationen werden noch niedrigere Zahlen genannt (eine 1 von 270 Personen)<sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:2\">2<\/a><\/sup>. Die Z\u00f6liakie scheint h\u00e4ufiger bei Menschen mit westkaukasischer Herkunft aufzutreten. Bei Menschen afrikanischer oder chinesischer Abstammung wird Z\u00f6liakie deutlich seltener diagnostiziert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"zu-h\u00e4ufig-um-wirklich-unwichtig-zu-sein\">Zu h\u00e4ufig um wirklich unwichtig zu sein<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine&nbsp;<strong>Z\u00f6liakie gibt es klare Diganoseverfahren<\/strong>&nbsp;und obwohl die Krankheit in ihrem Schweregrad stark variieren kann, ist sie f\u00fcr die betroffenen Personen oft mit schwerwiegenden Krankheitszust\u00e4nden verbunden, darunter&nbsp;<strong>schwerer Durchfall<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Gewichtsverlust<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem gibt es Hinweise, auf eine&nbsp;<strong>Beziehung zu Dermatitis<\/strong>,&nbsp;<strong>Kleinwuchs<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Pubertas tarda<\/strong>&nbsp;(ICD-10: E30.0),&nbsp;<strong>Schwangerschaftskomplikationen<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Fehlgeburten<\/strong>, sowie&nbsp;<strong>Asplenie<\/strong>&nbsp;(ICD-10: D73.0).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Pr\u00e4valenz von unter 1% mag gesamtgesellschaftlich nach \u201enicht viel\u201c aussehen, ist aber viel zu hoch, um den Sachverhalt zu ignorieren. Es sind in der EU rund 3 bis 4 Mio Menschen oder anders ausgedr\u00fcckt: statistisch gesehen kommen in ein mittelgro\u00dfes Restaurant in Deutschland an jedem Wochendende 2 bis 4 G\u00e4ste, die an Z\u00f6liakie erkrankt sind. F\u00fcr diese Menschen ist glutenfreie Nahrung elementar wichtig. Die EU hat das Problem erkannt und regelt die Kennzeichnung von glutenfreien Speisen seit 2009.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings hat der rechtliche Rahmen zur Kennzeichnung von \u201eGluten\u201c in Lebensmitteln in der EU eine etwas holprige Geschichte: eine erste Verordnung (Verordnung (EG) Nummer 41\/2009) wurde f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit au\u00dfer Kraft gesetzt und erst nach einer (zu langen) \u00dcbergangszeit durch die (aktuell einschl\u00e4gige)&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:32014R0828&amp;from=DE\" target=\"_blank\">Durchf\u00fchrungsverordnung (EU) Nr. 828\/2014<\/a>&nbsp;ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"glutensensitivit\u00e4t-ohne-z\u00f6liakie\">Glutensensitivit\u00e4t ohne Z\u00f6liakie?<\/h2>\n\n\n\n<p>In bestimmten gesellschaftlichen Gruppen scheint die Nachfrage nach glutenfreier Ern\u00e4hrung zudem deutlich h\u00f6her zu sein. Anekdotische Berichte sprechen von 50 % bei (vornehmlich jungen) Teilnehmern eines Work-and-Travel-Programms in Kanada.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine signifikant gro\u00dfe Zahl mit der man Umsatz generieren kann. F\u00fcr den Hersteller \u201eDr. Sch\u00e4r Gruppe\u201c aus Italien ist der Verkauf von  \u201eglutenfreien\u201c Produkten ein sehr eintr\u00e4gliches Gesch\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als bei der Z\u00f6liakie, f\u00fcr deren Existenz es eine klare Evidenz und f\u00fcr deren Diagnose es klare Kriterien gibt, existieren f\u00fcr eine Glutensensitivit\u00e4t ohne Z\u00f6liakie aktuell (2019) keine verl\u00e4sslichen Diagnosekriterien: keine Biomarker, nichts wirklich Validiertes. Die Gluten-Unvertr\u00e4glichkeit ist daher wissenschaftlich gesehen ein schwammiger Untergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Evidenz, dass es sozusagen \u201eunterhalb\u201c der Schwelle zur Z\u00f6liakie eine (negativ wirkende) Glutenunvertr\u00e4glichkeit (Glutensensitivit\u00e4t) gibt, gilt in der Wissenschaft als schwach<sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:3\">3<\/a><\/sup>&nbsp;unter teilweiser Bezugnahme auf eine fr\u00fchere Studie<sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:4\">4<\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichwohl sehen viele Menschen \u201eglutenfreie\u201c (oder \u201eglutenarme\u201c) Ern\u00e4hrung vor dem Hintergrund einer angenommenen Glutensensitivit\u00e4t als Option f\u00fcr sich (und ihre Kinder). Dies hat zu einem gewaltigen Markt, vor allem in den Industriestaaten, gef\u00fchrt. Im Marktsegment glutenfreie Ern\u00e4hrung ist der italienische Konzern Dr. Sch\u00e4r in fast ganz Europa, Nordamerika, Brasilien, der T\u00fcrkei, Indien und Israel vertreten. Das Unternehmen geh\u00f6rt in Europa zu den f\u00fchrenden Anbietern glutenfreier Lebensmittel und ist Marktf\u00fchrer in Deutschland und Italien.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Menschen, die an Z\u00f6liakie erkrankt sind bedeutet die Zunahme der Auswahl an glutenfreien Fertigprodukten unbestritten eine immense Steigerung der Lebensqualit\u00e4t, denn sie werden de-marginalisiert. Und was ist mit dem Rest?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer ohne sichere Diagnose auf eine \u201eglutenfreie\u201c Ern\u00e4hrung umsteigt, k\u00f6nnte eine schlechte Wahl getroffen haben: ein Studien legt nahe, dass eine Glutenfreie Ern\u00e4hrung nicht f\u00fcr jeden gesund ist, weil dadurch das Risiko an Diabetes Typ II zu erkranken deutlich gesteigert wird&nbsp;<sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:5\">5<\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDen t\u00e4glichen Glutenkonsum einzuschr\u00e4nken, hilft den meisten Menschen vermutlich nicht, einem Typ-2-Diabetes vorzubeugen.\u201c &#8211; Zong, et al.<sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:5\">5<\/a><\/sup><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Eine Untersuchung aus den USA ergab<sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:6\">6<\/a><\/sup>, dass 44 % der Konsumierenden, die glutenfreie Lebensmittel kaufen, <em>nicht<\/em> an einer Gluten-Unvertr\u00e4glichkeit leiden. Von ihnen glauben 65%, dass eine glutenfreie Ern\u00e4hrung im Allgemeinen ges\u00fcnder sei und 27% greifen zu glutenfreien Produkten, um abzunehmen (wof\u00fcr es keinerlei Evidenz gibt). Dass bei Menschen&nbsp;<em>ohne<\/em>&nbsp;diagnostizierte Z\u00f6liakie eine glutenfreie Ern\u00e4hrung&nbsp;<em>keinen<\/em>&nbsp;positiven Effekt zeigt, daf\u00fcr gibt es ebenfalls gute Belege aus einer placebo-kontrollierten und doppelverblindeten Studie<sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:7\">7<\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 20% der Teilnehmenden mit dem geringsten Glutenkonsum hatten ein um 13% h\u00f6heres Risiko f\u00fcr einen Typ-2-Diabetes<sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:8\">8<\/a><\/sup>&nbsp;(Video der Pr\u00e4sentation).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der Studie von Zong et al. wurde ein deutlich erh\u00f6htes Risiko, an Diabetes Typ II zu erkranken, unter Studienteilnehmern ohne Z\u00f6liakie, die sich glutenfrei ern\u00e4hrten, gefunden. Mit 200.000 Teilnehmenden eine au\u00dfergew\u00f6hnlich breit aufgestellte Studie: Die 20% der Teilnehmer mit dem geringsten Glutenkonsum hatten ein um 13% h\u00f6heres Risiko f\u00fcr einen Typ-2-Diabetes als die 20% mit der h\u00f6chsten Zufuhr. Mit Umkehrschl\u00fcssen ist (wie stets) Vorsicht geboten: Die Studie entkr\u00e4ftet den Verdacht, Gluten sei ein kardiometabolisches Gift. F\u00fcr Menschen ohne Gluten-assoziierte Erkrankung gibt es derzeit <em>keine Argumente zugunsten einer glutenfreien Ern\u00e4hrung, sondern eher noch Argumente dagegen<\/em><sup><a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fn:8\">8<\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"woher-kommen-all-die-positiven-erfahrungen-mit-glutenfreier-ern\u00e4hrung\">Woher kommen all die positiven Erfahrungen mit Glutenfreier Ern\u00e4hrung?<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Eine plausible Erkl\u00e4rung f\u00fcr positive Erfahrungsberichte von Personen, die ohne Z\u00f6liakie-Diagnose ihre Ern\u00e4hrung auf glutenfrei umgestellt haben, kann der Placebo bzw. Nocebo-Effekt sein; angefeuert durch Internet-Foren und Facebookgruppen. Insgesamt gilt \u201efrei von\u201c vielen Menschen ohne jeden Beleg als positiv besetzter Claim. Diese Vorstellung gipfelt in esoterischen Konzepten, wie der angeblichen \u201eLichtnahrung\u201c. &#8222;Frei von&#8220; muss \u00fcberhaupt nichts hei\u00dfen.<\/li><li>Wenn Menschen ihre Ern\u00e4hrung umstellen, halten nur die wenigsten von Ihnen sich an eine wissenschaftliche Herangehensweise: sie tauschen n\u00e4mlich nicht nur \u201eeinen Stoff\u201c aus, sondern schiffen sich sehr oft an Bord eines gro\u00dfen, diet\u00e4tischen Gedankengeb\u00e4udes ein. Sie verzichten dann nicht nur auf einzelne Aspekte, sondern krempeln alles M\u00f6gliche in ihrer Ern\u00e4hrung um. Dass sich in der Folge Effekte einstellen, ist wahrscheinlich. Diese sind aber unspezifisch und lassen sich nicht \u00fcbertragen.<\/li><li>Oft geht eine Umstellung der Ern\u00e4hrung auch mit einer Umstellung anderer Faktoren (\u00c4nderung des Lebensumfelds, neuer Partner, Krankheitsdiagnose, Schl\u00fcselerlebnisse) einher. Menschen, die ihre Ern\u00e4hrung umstellen beginnen dann etwa zur selben Zeit damit, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Dies f\u00fchrt zu Fehlvorstellungen im Bezug auf die Kausalit\u00e4t.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Lebwohl, Ludvigsson, Green, Celiac disease and non-celiac gluten sensitivity,&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4596973\/\" target=\"_blank\">BMJ 2015;351:h4347<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fnref:1\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li>R. Keller: Klinische Symptomatik \u201eZ\u00f6liakie, ein Eisberg\u201c. in: Monatsschrift Kinderheilkunde. Heidelberg 151.2003, 706\u2013714&nbsp;<a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fnref:2\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li>Di Sabatino, Corazza, Nonceliac Glut en Sensitivity: Sense or Sensibility? Ann Intern Med 2012; 156: 309-311&nbsp;<a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fnref:3\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li>Volta, U., Bardella, M.T., Calabr\u00f2, A. et al. An Italian prospective multicenter survey on patients suspected of having non-celiac gluten sensitivity. BMC Med 12, 85 (2014)&nbsp;<a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fnref:4\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li>Zong, G. et al. Gluten intake and risk of type 2 diabetes in three large prospective cohort studies of US men and women. Diabetologia 61, 2164\u20132173 (2018)&nbsp;<a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fnref:5\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li>nach: Diez-Sampedro, Olenick, Maltseva, Flowers: A Gluten-Free Diet, Not an Appropriate Choice without a Medical Diagnosis, J Nutr Metab. 2019; 2019: 2438934&nbsp;<a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fnref:6\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li>Croall ID, Aziz I, Trott N, Tosi P, Hoggard N, Sanders DS. Gluten Does Not Induce Gastrointestinal Symptoms in Healthy Volunteers: A Double-Blind Randomized Placebo Trial. Gastroenterology. 2019;157(3):881-883&nbsp;<a href=\"https:\/\/euroconsum.eu\/de\/publication\/glutenintoleranz_getue\/#fnref:7\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Medizin\/Falsche-Anschuldigung-226319.html\" target=\"_blank\">Schumacher, \u00c4rztezeitung 2018 Kommentar \u2013 Gluten und Diabetesrisiko Falsche Anschuldigung<\/a>&nbsp;<\/li><\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<h5 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Deutscher Konsumentenbund<\/h5>\n\n\n\n<h6 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">An der Seite der Evidenz, auf der Seite der Verbrauchenden: der Deutsche Konsumentenbund e.V. ist ein anerkannt gemeinn\u00fctziger Verbraucherschutzverband.<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hype oder Substanz? Was ist wirklich dran an \u201cglutenfrei\u201d? Nahrungsmittelallergien betreffen etwa doppelt so h\u00e4ufig Frauen wie M\u00e4nner. 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